
In den meisten Fremdenführern wird die Tschechische Republik als ein Land dargestellt, das durch landschaftliche Mannigfaltigkeit und zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten überrascht. Diese Behauptung gilt insbesondere für Ostböhmen.
Die östböhmische Landschaft ist reich an ungewöhnlichen verschiedenartigen Naturgebilden. Eines Besuches wert ist nicht nur das Riesengebirge (Krkonose), wie geschaffen für die Familien-Touristik, und das Adlergebirge (Orlické hory) mit dem wunderschönen Gebirgsvorland, sondern auch der bis jetzt nicht genug gewürdigte nördliche Teil der Böhmisch-Mährischen Höhe (ceskomoravská vrchovina).
Die Sandstein-Felsenstädte in den Gebirgsketten Aprspasske oder Teplické skály, und insbesondere in Prachovské skály im Böhmischen Paradies (Ceský ráj), an der Grenze zu Mittelböhmen, gehören seit Menschengedenken zu den touristisch attraktivsten Gegenden.
Ostböhmen ist eine Gegend seltener historischer Städte, eine Landschaft mit zahlreichen Burgen und Schlössern mit umfassenden Waffen-, Trophäen-, Gobelin-, Möbel-, Glas- und Porzellansammlungen und mit angesehenen Gemälde- und Statuegalerien. Insbesondere die Bildhauerkunst wurde zum wichtigsten Attribut dieser Gegend. Unnachahmliche Kunsthandwerke kann man heute in den Schloß- und Kircheninterieurs sowie auch in der freien Natur bewundern. Das Reiseprogramm, das unbedingt auch Kunstfestivals und Sportveranstaltungen umfassen sollte, kann sich der Besucher mittels eines der hiesigen Reisebüros organisieren lassen oder selbst nach eigenem Ermessen zusammenstellen. Zur Wahl stehen ihm sowohl bekannte Touristenzentren im Riesengebirge oder im Böhmischen Paradies als auch zahlreiche Campingplätze, und natürlich alle größeren Städte.