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Nordböhmen

Nordböhmen Der nördliche Teil Böhmens wird durch seine Mannigfaltigkeit und Einmaligkeit alle Besucher zufriedenstellen, sie in die Tschechische Republik kommen, um Entspannung in der zu suchen, auf andere Gedanken zu kommen oder deren kunsthistorischen Sehenswürdigkeiten kennenzulernen. Als Achse fließt die Elbe von Süd nach Nord durch Nordböhmen, an deren Ufern sich die ersten slawischen Stämme Sagen zufolge zu Beginn der historischen Zeiten niederließen. Etwas nördlich schlägt sich die Elbe ihren Weg durch den einmaligen Naturkomplex des Böhmischen Mittelgebirges, das einen überzeugenden beleg für die einstige Vulkantätigkeit in Böhmen liefert. Bevor die Elbe das böhmische Gebiet verlassen wird, muß sie noch die Sansteinanschwemmungen durchdringen, die heute mehrere für die Touristen und Bergsteiger anziehende Gebiete bilden, zusammenfassend bezeichnet als Elbsandsteingebirge, das seine Fortsetzung auf den deutschen Territorium findet. Westlich der Elbe bildet das Erzgebirge die nördliche Grenze mit der Bundesrepublik Deutschland, dessen Gebirgskamm mit Gipfeln von 600 bis 900 m üNN die natürliche Grenze zwischen zwei Kulturen seit Menschengedenken bildete, die hier nebeneinander lebten und miteinander wetteiferten. Gemeinsam wurden hier schon im Mittelalter Erze wie Zinn und Kupfer gefördert. Auf den beiden Seiten wurden identische Handwerksgewerbe betrieben. Ähnlichkeiten wies auch die Fachwerk-Architektur der Dorfbauten auf. Die beiden Seiten knüpfen heute wieder an die Geschichte des jahrhundertealten Zusammenlebens an und begannen Voraussetzungen für gutnachbarliche Beziehungen zu schaffen.