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Südböhmen

Es gibt Orte, deren erster Anblick bereits atemberaubend ist steil abfallende Canons, zerklüftete Küsten , gefährliche Wasserfälle.
Es gibt aber auch Landschaften, die etwas ganz anderes ausströmen gewissermaßen ein Heimatgefühl, Harmonie, stille Freude und Sicherheit. Das sind Orte, die ein bestimmtes Heimweh entstehen lassen und an die man immer wieder gern zurückkehrt. Gleichviel von wo wir hierher kommen, wir gewinnen und finden hier die ZWEITE HEIMAT. Wir laden Sie nun in die Region der für sie noch unbekannten zweiten Heimat in. Der Süden des Königreichs Böhmen, der Uralten Kulturlandschaft, war seit Urzeiten besiedelt. Die Jäger der mittleren Steinzeit wählten sie zu ihrer Heimat, ebenso wie die neolithischen Hirten und die Handwerker der Bronzezeit. Das tschechische Volk, das diese Landschaft bereits das zweite Jahrtausend bewohnt, hielt sie jeher für eines der schönsten Kleinode seines Vaterlands. Man sagt, daß die Hände des Schöpfers, die das Land formten, sich bei Südböhmen besonders lang aufhielten und ihm des außergewöhnlichen Liebreiz verliehen. Und die Hände der Einwohner, die das südböhmische Land verschönten, schufen hier eine großartige Sammlung der wunderbarsten Denkmäler. In die heutige Sprache übertragen sie schufen ein touristisches Paradies.
Der Süden Böhmens wird als einzigartige Kunstgalerie bezeichnet. Er stellt ein riesiges Freilichtmuseum aller Kunstströmungen dar, die Europa in den letzten tausend Jahren überfluteten. Wer Südböhmen besucht, kann die Geschichte der europäischen Architektur kennenlernen. Er sieht großartige Kunstdenkmäler, wundersam in einer einzigartigen Region konzentriert. Man findet hier wertvolle romantische Sehenswürdigkeiten und großartige Werke der Gotik, die zu den schönsten in ganz Böhmen zählen. Seit den dreißiger Jahren des 16. Jahrhunderts drang die Renaissance nach Südböhmen vor, die ihre Spuren an den erhabenen Adelsresidenzen hinterließ und ganzen Städten ihren bemerkenswerten Charakter aufprägte. Die reichen Bürgerfamilien verwandelten ihre Häuser zu Palästen. Scharen von Maurern und Steinmetzen kamen, um die Schönheit zu schaffen... Die südböhmische Renaissance ruft bis zur Gegenwart auf Grund ihres geläuterten Stils Bewunderung hervor.
Und das Barock, das dann siegreich in Südböhmen einzog, drückte der Region seinen Stempel auf. Es schuf hier nicht nur unzählige repräsentative Gebäude, sondern hinterließ auch eine Vielzahl einfacher Häuschen und kleiner Kapellen. Die von Dorfmauern geschaffenen, mit Stuckornamenten reich verzierten Bauten tragen ganz wesentlich zum Liebreiz dieser Region bei.
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Hluboka
Gotische Burg, gegründet um die Mitte des 13. Jh. zwecks Stärkung der Macht der Premysliden. Im J. 1661 kauften die Schwarzenbergs Hluboka. Das Schloß wurde mehrmals umgebaut, zuletzt in den Jahren 1839-1871 im Stil der sog. Windsor-Gotik, in einen Repräsetationssitz der Schwarzenbergs mit weitreichendem Park und Reitschule.
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Zvikov
Königliche Burg, wahrscheinlich bereits unter Premysl Otakar I. gegründet. Ein Werk der königlichen Bauhütte, die auch in Pisek arbeitete. Der älteste Teil ist der prismatische Turm, genannt Knolle, zu dem unter Premysl Otokar II: der königliche Palast mit Innenhof und Arkadengalerie angebaut wurde. Die Burg blieb bis zum 16. Jh. königlicher Besitz. Letzte Eigentümer ist die Orlik-Linie der Schwarzenbergs.
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Orlik
Gotische Burg aus dem 13. Jh., auf einem steilen Felsen am linken Moldauufer errichtet. Sie befindet sich heute über dem Orlikstausee. Sie wurde bereits im 14. Jh. erweitert, umgebaut in den Jahren 1407-1422 und erneut unter den Svamberks nach dem Brand von 1508 rekonstruiert. Von 1575-1588 Aufstockung um eine Etage. Im Jahre 1611 wurde Orlik von General Maradas erobert. Im Jahre 1802, als sie zum Sitz des jüngeren Zweigs der Schwarzenbergs wurde, brannte die Burg aus. Eine umfangreiche neugotische Rekonstruktion des Schlosses nahm von 1849-1860 Architekt B. Grueber vor. Von den Interieuren erweckt insbesondere der sog. Tesk - ein Saal mit geschnitzter Decke - Aufmerksamkeit.
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Cesky Krumlov
Eine der bedeutendsten Burgen, durch die Vitkovicer in der ersten Hälfte des 13. Jh. gegründet. Nach dem Jahr 1302, als der Vitkovicer Zweig ausstarb,wurde die Burg zum Sitz der Rosenbergs. Damals wurde Sie mehrmals erweitert und im 16. Jh. im Rennaissancestil umgebaut. Von den Eggenbergs und Schwarzenbergs wurden Umbauten im Barockstil veranlaßt, die Reitschule und das Lustschloß Belarie gebaut, an das Schloß eine Kapelle angeschlossen, der Maskensaal verziert und das neue Schloßtheater errichtet.
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Vyssi Brod
Zisterzienserabtei in Vyssi Brod, gegründet 1529 von den Rozmberks, die authentischste Klosterlokalität in Böhmen. Gegenwärtig wird das Kloster von dem Zisterzienserorden wieder ins Leben gerufen.
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Rozmberk
Obere Burg aus der 1. Hälfte des 13.Jh., der davon erhalten gebliebene Teil des Turms des hl. Jakobiners wurde im 14. Jh. in eine Doppelburg erweitert.. Der Umbau der Burg in ein Schloß erfoglte im 16.-17. Jh., dieses wurde 1840-1857 erweitert und teilweise regotisiert.
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